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Über das Schlachten kann man geteilter Meinung sein und nicht jeder Züchter praktiziert es. Grundsätzlich abzulehnen ist es aber kaum.
Der Diskussionspunkt kann ohnehin niemals sein, ob man Kaninchen schlachten darf, sondern nur, ob man Tiere überhaupt essen darf oder nicht. Das Recht auf Leben kann man nicht von der Niedlichkeit eines Tieres abhängig machen; aber selbst wenn, so sind auch Kälber und Schweinchen ebenso süß wie Kaninchen.
Kritik üben könnten also nur strenge Vegetarier, nicht aber selbsternannte Tierfreunde mit Wurstbrot in der Hand und Lederschuhen an den Füßen. ;-)
Akzeptiert man jedoch den Menschen als einen "Allesfresser", der sich auch von Fleisch ernähren darf, so gilt dies für jedes Fleisch. Wichtig ist dann nicht, ob man ein Tier töten darf, sondern wie man dem Tier sein Leben so angenehm wie möglich gestaltet. Während etwa Kaninchenmäster ihre Tiere ein kurzes Leben lang in kargen Drahtkäfigen dahinvegetieren lassen, gönnen Kaninchenzüchter ihren Tieren ein Leben, das länger und sicherer als jenes der Wildkaninchen ist und von Zuwendung und Pflege geprägt wird.
Auch ist das Schlachten immer nur die letzte Möglichkeit, wenn ein Tier nicht zur Zucht eingesetzt wird und weder an Zuchtfreunde noch an Kaninchenhalter zu verkaufen ist.
Nicht möglich ist es, nur soviele Kaninchen zu züchten, wie man benötigt, denn die Zucht besteht ja gerade darin, aus großen Würfen die besten Tiere auszuwählen und miteinander zu verpaaren. Würden nur noch ideale Tiere geboren, bedürfte es keiner Zucht mehr, aber das ist eher eine Aufgabe der Gentechnik.
Auch kann man nicht alle unveräußerbaren Kaninchen einfach behalten, da dann kein Platz für die Nachzucht mehr vorhanden wäre.
Der Züchter nimmt sich daher das Recht, die natürliche Auslese durch Krankheit und Raubtiere, die er bei seinen Kaninchen außer Kraft gesetzt hat, in abgemildeter Form wieder einzuführen, indem er selbst eine Auslese betreibt.
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